
Der größte See Schleswig-Holsteins ist nicht nur landschaftlich ein Hingucker, sondern auch ein echtes Schwergewicht für Raubfischangler. Wer auf kapitale Hechte aus ist, kommt am Großen Plöner See kaum vorbei. Gerade im Spätsommer und Herbst lohnt sich ein Trip, denn die Räuber stehen tief und sind hungrig. Mit der richtigen Technik und Ausrüstung kannst du hier richtig punkten.
Gewässer-Kurzinfo
- Name: Großer Plöner See
- Typ: See
- Zielfisch(e): Hecht, Zander, Barsch, Aal, Karpfen, Schleie, Maräne
- Angelverein / Bewirtschafter: ASV Trave e.V., SAV Pliete Lübeck, Sportanglervereinigung Hamburg
- Gast-/Tageskarte: Ja, Tageskarte ca. 15 €, erhältlich bei lokalen Angelshops und online
- Website / Infoquelle: Erlaubnisscheinportal Schleswig-Holstein
Beschreibung
Der See ist gut zugänglich, allerdings nicht überall gleich. Viele Uferbereiche sind naturbelassen, mit Schilfgürteln und Bäumen. Stege gibt es vereinzelt, vor allem in der Nähe von Plön und Ascheberg. Bootsangeln ist erlaubt, aber nur mit Muskelkraft – also Ruderboot oder Belly Boat. Motorboote sind tabu. Die Beliebtheit ist hoch, besonders bei Hechtanglern. Hotspots wie die Tiefenzonen bei Fegetasche oder die Krautfelder bei Ascheberg sind bekannt, aber nicht überlaufen. Spinnfischen vom Boot ist die erfolgreichste Methode. Schleppangeln ist erlaubt, aber nur mit Muskelkraft. Nachtangeln ist gestattet, Schonzeiten und Mindestmaße sind landesweit geregelt und müssen beachtet werden.
Bedeutung & Besonderheiten
Mit rund 2.800 ha Fläche und Tiefen bis über 50 m ist der Große Plöner See ein echtes Schwergewicht. Der Fischbestand ist beeindruckend: Neben den üblichen Verdächtigen wie Hecht, Zander und Barsch gibt es auch Maränen, Seeforellen und sogar Quappen. Der Besatz wird regelmäßig gepflegt, aber viele Arten reproduzieren sich auch natürlich. Besonders spannend sind die Plateaus und Tiefenzonen, die sich mit Echolot gut ausmachen lassen. Die Umgebung ist geprägt von der Holsteinischen Schweiz – hügelig, bewaldet, touristisch erschlossen, aber nicht überlaufen. Naturschutzgebiete rund um die Inseln sind zu beachten.
Tipps für Angler
- Beste Zeiten: September bis November für Hecht, Frühjahr für Barsch
- Empfohlene Stellen: Tiefenzonen bei Fegetasche, Krautfelder bei Ascheberg, Einläufe der Schwentine
- Parkmöglichkeiten: In Plön und Ascheberg direkt am Wasser, teils gebührenpflichtig
- Versorgung: Angelshop in Plön, Supermärkte und Gastronomie in der Umgebung
- Übernachtung: Campingplatz Spitzenort, Pensionen in Plön und Malente
- Wetterabhängigkeit: Windanfällig, besonders bei Westwind; Wasserstand stabil, Strömung gering
Community & Erfahrung
Die Fangmeldungen sprechen für sich: Hechte über 80 cm sind keine Seltenheit. Auch kapitale Barsche und Zander werden regelmäßig gemeldet. Die Bewertungen sind durchweg positiv, besonders was die Klarheit des Wassers und die Struktur des Sees angeht. Ein Hinweis: Mücken können im Sommer lästig werden, also Mückenschutz nicht vergessen. Müllprobleme gibt es kaum, aber Rücksicht auf Badegäste und Naturschutz ist Pflicht.
Passende Ausrüstung
- Spinnrute mit kräftigem Rückgrat für große Hechte
- Belly Boat oder Ruderboot mit Echolot
- Tieflaufende Wobbler und große Gummifische
- Stahlvorfach und stabile Snap-Verbindungen
- Polbrille für Sicht bei Krautfeldern
- Mückenschutz und wasserdichte Kleidung
Bitte Schonzeiten beachten!