Die 3 ??? des Deadbaitangelns

Das Angeln mit totem Köderfisch kann extrem erfolgreich sein, gerade auf große Hechte und gerade im Winter. Timo Kleinekemper hat für Euch ein paar Tipps zusammengeestellt, um Euch den Einstieg zu erleichtern.

Welche Stelle?
In erster Linie steht für mich natürlich die Stellenwahl im Vordergrund. Wo präsentiere ich meine Köder. Ihr solltet euch ein wenig Zeit nehmen und das Gewässer mal genau unter die Lupe nehmen. Keine Angst vor großen Seen oder breiten Kanälen. Wenn ihr euch für ein Gewässer entschieden habt, schaut einfach mal bei Google Earth rein, hier kann man Einiges über euer Gewässer erfahren. Im besten Fall findet ihr eine Kante zum Flachwasserbereich, Vertiefungen oder Strömungskanten. Wenn die Möglichkeit besteht, mit dem Boot und einem Echolot das Gewässer zu befahren, nutzt dieses auch um zu schauen, wo der Weißfisch zur Zeit steht. Denn da wo der Weißfisch steht, treiben sich auch die Räuber rum. Bei einer Wassertemperatur unter 10 Grad ziehen sich die Hechte in die unteren Regionen zurück. Unser Zielfisch wird bei jedem fallenden Grad immer mehr vom Räuber zum Sammler. Die Erfahrung zeigte, dass die Hechte in dieser Jahreszeit Fressrouten haben und diese bei bestimmten Tageszeiten abschwimmen, um leichte Beute zu finden. Diese müsst ihr finden und ihr werdet dauerhaft erfolge erzielen.

Welche Köder?
Makrele, Hering und Co, oder doch lieber die gute alte Rotfeder? Welche Köder kann ich wo benutzen? Die Frage wird mir oft gestellt. Aus Erfahrung kann ich sagen, ich habe schon überall mit Meeresfisch gefangen! Soll aber nicht heißen, dass es dann auch der Köder Nummer 1 ist. In manchen Gewässern haben sich die Hechte auf die Weißfische eingeschossen und bevorzugen lieber diese. An einem neuen Gewässer würde ich auf jeden Fall die Ruten splitten und Weißfisch, sowie Meeresfisch anbieten. Ich habe immer eine breite Palette an Baits im Gepäck.
Man weiß nie, was einen am Wasser erwartet.

Wie den Köder präsentieren?
Im klaren und stehenden Gewässern mit einem hohen Angeldruck, empfehle ich eher eine unauffällige Köderpräsentation. Das heißt, wenn der Gewässergrund dieses zulässt (kein Schlamm oder Bodenalgen), ruhig den Köder platt auf Grund anbieten. Ein Hecht, der auch Interesse zeigt, merkt sofort, ob es ein lebender oder ein toter Köder ist, der auf dem Gewässergrund liegt. Es ist natürlicher für den Hecht, denn dieser muss den Köder nur noch aufnehmen. Wenn ihr euren Köder aufpoppen müsst, dann bitte ganz dezent und nur so hoch wie auch nötig und ohne große auffällige PopUp Kugeln.
Ganz anders sind Gewässer mit leichter Trübung und Strömung. Nutzt diese Strömung aus und haucht eurem toten Köderfisch ein wenig Bewegung ein, um den einen oder anderen Räuber neugierig zu machen. Hier dürft ihr gerne auch mal 50 bis 70 cm den Köder über Grund anbieten.
Die Position, in welcher ihr euren Köder anbietet, ist vom Gewässer und Laune der Räuber abhängig. Da müsst ihr ein wenig experimentieren. Schwebt der Köderfisch senkrecht oder waagerecht? Ist der Kopf oben oder unten? Dabei ist eurem Einfallsreichtum keine Grenze gesetzt. Oft ist es auch von der Laune der Hechte abhängig und ihr solltet da ein wenig flexibel sein. Ich rate immer dazu, alle paar Stunden die Stelle oder Kante, wo ihr eure Montagen abgelegt habt, um ein paar Meter zu versetzen. Nicht tiefer oder flacher, sondern einfach mal 5 bis 10 Meter nach links oder rechts.

Ich bin mir sicher, wenn ihr diese grundlegenden Tipps beachtet, werdet ihr schnell zu eurem Deadbaithecht kommen. Und hier könnt Ihr Euch ein wenig Appetit holen:

Video zum Deadbaitangeln

Viel Erfolg am Wasser wünscht euch Timo Kleinekemper