
Am 31. Mai 2025 wird’s ernst: Die besten Werfer Deutschlands treffen sich zur Deutschen Meisterschaft im Turnierwurfsport. Für viele nur eine Randsportart, für Kenner ein anspruchsvolles Spiel mit Technik, Präzision und Material. Und gerade für erfahrene Angler lohnt sich ein genauer Blick – denn was hier auf dem Sportplatz gezeigt wird, hat handfeste Relevanz für den nächsten Wurf am Wasser.
Deutsche Meisterschaft im Turnierwurfsport der Meeres- und Binnenfischer 2025
Ort: Sportverein Forst, Binninger Str. 1, 56754 Forst
Anreise: Freitag, den 30.05.2025
Wettbewerb: Samstag, den 31.05.2025
Abreise: Sonntag, den 01.06.2025
Einladung des Deutscher Angelfischer Verband e.V
https://www.dafv.de/images/dafv/casting/dokumente/2024/Ausschreibung_Turnierwurfsport_2025.pdf
Turnierwurfsport – mehr als nur Weitwurf
Was auf den ersten Blick wie ein sportlicher Spleen wirkt, ist in Wahrheit hochpräzises Training für kontrolliertes Werfen unter realistischen Bedingungen. Beim Turnierwurfsport werden spezielle Disziplinen mit Kunstködern oder Gewichten auf Zielscheiben oder Weite ausgetragen – mit genormter Ausrüstung, auf genormtem Terrain. Die bekanntesten Disziplinen: Arenberg, Skish, Gewicht Weitwurf (7,5g und 18g) sowie Fliege Ziel und Fliege Weit.
Das Besondere: Der Wurfstil, die Rollenausrichtung, die Schnurverlegung – alles wird akribisch auf maximale Kontrolle abgestimmt. Wer hier mitmacht, kennt sein Gerät bis ins letzte Detail. Und das macht den Sport auch für dich als ambitionierten Spinnangler oder Brandungsprofi interessant: Viele Techniken lassen sich direkt auf deine Praxis übertragen.
Material: High-End fürs Maximum
Die Ruten und Rollen, die bei der DM zum Einsatz kommen, sind oft speziell für den Sport gefertigt – ultraleicht, hochmodular und bis ins letzte Gramm ausbalanciert. Aber: Auch mit normalem Angelgerät kannst du ähnliche Prinzipien anwenden. Werfen auf Ziel? Das lässt sich z. B. mit hochwertigen Spinnruten mit schneller Aktion und sensibler Rückmeldung trainieren. Wer es auf Distanz anlegt, greift besser zu Brandungsruten mit starker Rückstellkraft und passendem Rollenbügel.
Einen echten Unterschied macht die Schnur: Im Turnier kommt oft monofile Schnur mit extrem geringer Dehnung zum Einsatz – nicht wegen der Bisserkennung, sondern wegen der Energieübertragung im Wurf. Auch für dein Setup kann das ein Impuls sein, mal mit verschiedenen Schnurtypen zu experimentieren. Besonders bei weiten Würfen in stehenden Gewässern lohnt sich das.
Teilnehmer, Zuschauer, Community
Veranstaltungsort ist ein Sportplatz mit klaren Zonen für Werfer und Publikum. Die Teilnehmer messen sich in Präzision und Weite, viele gehören zur Spitze Europas. Das Event zieht längst nicht nur Funktionäre an – auch Neugierige, Technik-Freaks und Materialtüftler kommen hier auf ihre Kosten. Zuschauer bekommen die Gelegenheit, Technik hautnah zu erleben, Gespräche mit Profis zu führen und sich Inspiration für das eigene Werfen zu holen.
Neu in diesem Jahr: Ein „Testfeld“ für Besucher, auf dem du selbst verschiedene Ruten- und Schnurtypen ausprobieren kannst – unter Anleitung von erfahrenen Athleten. Dazu gibt’s eine kleine Expo mit Händlern, die passendes Gerät und Zubehör präsentieren. Wer also überlegt, sein Setup zu optimieren, kann sich hier praxisnah informieren. Auch für Clubs und Jugendgruppen gibt’s Aktionen – inklusive Einführung in die Disziplinen.
Fazit: Wurfweite ist kein Zufall
Wenn du deine Würfe ernst nimmst – egal ob du mit Sbirolino auf große Distanz angelst oder Fliegen punktgenau platzieren willst – dann ist diese Meisterschaft eine hervorragende Gelegenheit, um neue Ansätze kennenzulernen. Du wirst staunen, was technisch möglich ist – und wie viel davon du ins eigene Angeln übernehmen kannst.
Und wer weiß: Vielleicht juckt’s dich danach selbst in den Fingern. Die nächsten Landesmeisterschaften kommen bestimmt. Bis dahin: Schnur straff – und wirf weiter, als du denkst.