
Mitten im Nationalpark Eifel liegt der Rursee, eines der größten Staugewässer Deutschlands. Die weit verzweigte Form, die tiefen Becken und die natürliche Einbettung in Wald und Hügel machen ihn zu einem besonders reizvollen Revier für Angler, die Abwechslung und Herausforderung suchen. Hier gibt es nicht nur große Wasserflächen, sondern auch stille Buchten, die für kapitale Überraschungen sorgen können.
Gewässer-Kurzinfo
- Name: Rursee
- Typ: Talsperre
- Zielfisch(e): Hecht, Zander, Barsch, Aal, Karpfen, Forelle
- Angelverein / Bewirtschafter: Fischereigenossenschaft Rursee eG, Kontakt über www.rursee.de
- Gast-/Tageskarte: Ja, ca. 10–15 € pro Tag, erhältlich über Tourist-Information, Angelgeschäfte und hejfish.com
- Website / Infoquelle: Rursee Tourismus
Beschreibung
Die Zugänglichkeit am Rursee ist abwechslungsreich. Es gibt viele frei zugängliche Uferbereiche, teils mit flachen Einstiegen, teils mit steilen, felsigen Abschnitten. Mehrere Angelstege erleichtern das Fischen vom Ufer, und Bootsangeln ist mit Leihbooten oder eigenen Booten (mit Elektromotor) erlaubt. Barrierefreie Angelplätze sind ausgewiesen. Besonders an Wochenenden ist der Rursee stark frequentiert, aber durch seine Größe finden sich ruhige Stellen, vor allem in abgelegenen Buchten.
Spinnfischer haben hier hervorragende Chancen auf kapitale Hechte und Zander, besonders an Kanten, steilen Uferabbrüchen und in den tieferen Becken. Barschangler nutzen Gummifische und Dropshot-Montagen in den wärmeren Monaten. Ansitzangler schätzen die Flachzonen für Karpfen und Aal. Forellen werden vor allem in den kühleren Jahreszeiten gefangen. Nachtangeln ist erlaubt, es gelten aber Fangbeschränkungen und Schonzeiten, die unbedingt zu beachten sind.
Bedeutung & Besonderheiten
Mit einer Wasserfläche von rund 7,8 km² und einer Tiefe von bis zu 62 m gehört der Rursee zu den größten Stauseen Deutschlands. Er dient nicht nur der Energiegewinnung, sondern auch dem Hochwasserschutz und ist Teil des Nationalparks Eifel. Die Wasserqualität ist hoch, was sich positiv auf die Artenvielfalt auswirkt. Besatzmaßnahmen ergänzen die natürliche Reproduktion, vor allem bei Zander und Karpfen.
Besonders interessant sind die tiefen Becken und die weitläufigen Buchten, die sich wie einzelne Seen anfühlen. Krautfelder bieten im Sommer ideale Standplätze für Raubfische. Die umgebende Landschaft ist geprägt von bewaldeten Hügeln und touristischer Infrastruktur, was den See auch für Familienausflüge attraktiv macht.
Tipps für Angler
- Beste Zeiten: Hecht im Frühjahr und Spätherbst, Zander im Sommer in der Dämmerung, Barsch im Hochsommer, Aal in warmen Sommernächten
- Empfohlene Stellen: Einläufe, die Dammregion, Buchten bei Woffelsbach und Einruhr
- Parkmöglichkeiten: Ausreichend Parkplätze in den Ortschaften rund um den See, teils gebührenpflichtig
- Versorgung: Angelgeschäfte in der Region, Supermärkte und Gastronomie in Simmerath und Einruhr
- Übernachtung: Campingplätze direkt am Ufer, Pensionen und Ferienwohnungen im Nationalparkgebiet
- Wetterabhängigkeit: Windanfällig durch die offene Wasserfläche, Wasserstandsschwankungen können Angelplätze beeinflussen
Community & Erfahrung
Am Rursee werden regelmäßig Hechte über einem Meter Länge gefangen. Auch Barsche über 40 cm und Zander über 80 cm sind dokumentiert. Die Community berichtet von teils sehr wechselhaften Fangergebnissen, da die Größe des Sees eine gute Platzwahl entscheidend macht. Lobend erwähnt werden die landschaftliche Lage und die Ruhe in den abgelegenen Buchten. Angler weisen aber auf die starke Thermik und plötzliche Wetterwechsel hin, die vor allem beim Bootsangeln ernst genommen werden müssen.
Passende Ausrüstung
- Spinnruten 2,40–2,70 m, Wurfgewicht 20–60 g für Hecht und Zander
- Leichte Spinnruten und Dropshot-Tackle für Barsch
- Grund- und Feederruten für Karpfen und Aal
- Stabile Kescher, Abhakmatte und Waage für kapitale Fische
- Echolot und Bootszubehör für gezieltes Raubfischangeln
- Wetterfeste Kleidung und Sicherheitsausrüstung bei Bootsnutzung
Bitte Schonzeiten beachten!