
Der Forggensee im Ostallgäu ist nicht nur der größte Stausee Bayerns, sondern auch einer der landschaftlich spektakulärsten Angelspots Deutschlands. Mit Blick auf Schloss Neuschwanstein und die Allgäuer Alpen bietet er ein Angelrevier, das an Vielfalt kaum zu übertreffen ist. Die Mischung aus Raubfischen, Friedfischen und dem besonderen Reiz eines Stausees mit wechselnden Wasserständen macht ihn zu einem anspruchsvollen, aber lohnenden Gewässer.
Gewässer-Kurzinfo
- Name: Forggensee
- Typ: Stausee
- Zielfisch(e): Hecht, Zander, Barsch, Karpfen, Aal, Renke
- Angelverein / Bewirtschafter: Kreisfischereiverein Füssen
- Gast-/Tageskarte: Ja, ca. 12–18 € pro Tag, erhältlich über Tourist-Info Füssen, örtliche Angelgeschäfte und hejfish.com
- Website / Infoquelle: Kreisfischereiverein Füssen
Beschreibung
Die Zugänglichkeit ist am Forggensee sehr gut. Viele Uferabschnitte sind frei begehbar, teils mit flachen Bereichen, teils mit steileren Kanten. Mehrere Angelstege und Bootsverleihe erweitern die Möglichkeiten. Bootsangeln ist beliebt, erlaubt sind Ruder- und Elektroboote, in begrenztem Umfang auch Motorboote. Barrierefreie Plätze sind vorhanden. Durch die touristische Prägung des Sees kann es an Sommerwochenenden voll werden, in den Randbereichen finden sich jedoch ruhige Spots.
Der Forggensee ist für kapitale Hechte und Barsche bekannt, die in den Krautfeldern und Kantenbereichen rauben. Zanderfänge gelingen vor allem in tieferen Zonen. Renken sind ein besonderer Fisch des Sees und werden traditionell mit Hegene gefangen. Karpfenangler finden in den Flachbereichen ideale Bedingungen, während Aal in warmen Sommernächten gute Chancen bietet. Nachtangeln ist erlaubt, Schonzeiten und Entnahmebestimmungen sind strikt einzuhalten.
Bedeutung & Besonderheiten
Der Forggensee hat eine Fläche von rund 15,2 km² und erreicht eine Tiefe von bis zu 35 m. Er ist ein Stausee des Lechs und wird im Winter vollständig abgelassen, um Platz für die Schneeschmelze zu schaffen. Dadurch verändert sich die Gewässerstruktur jedes Jahr und eröffnet neue Angelmöglichkeiten, sobald der See wieder gefüllt wird. Die Wasserqualität ist hoch, die Artenvielfalt groß.
Besonders charakteristisch sind die weiten Flachzonen im Norden und die tiefen Bereiche im Süden. Krautfelder und Kiesbänke bieten ideale Standplätze für Raubfische. Die umgebende Landschaft mit Alpenpanorama, Schloss Neuschwanstein und touristischer Infrastruktur macht das Angeln hier zu einem besonderen Erlebnis.
Tipps für Angler
- Beste Zeiten: Hecht im Frühjahr und Herbst, Zander im Sommer in der Dämmerung, Renke im Frühsommer, Aal in warmen Sommernächten, Karpfen von Mai bis September
- Empfohlene Stellen: Krautfelder im Nordteil, tiefe Zonen nahe der Staumauer, Kiesbänke bei Waltenhofen
- Parkmöglichkeiten: Parkplätze in Füssen und den umliegenden Orten, teilweise gebührenpflichtig
- Versorgung: Angelgeschäfte und Supermärkte in Füssen, Gastronomie am Seeufer
- Übernachtung: Campingplätze, Pensionen und Hotels rund um den See
- Wetterabhängigkeit: Windanfällig durch die offene Fläche, Wasserstand schwankt je nach Jahreszeit stark
Community & Erfahrung
Der Forggensee genießt in der Anglerszene einen guten Ruf für kapitale Raubfische. Hechte über einem Meter und Barsche über 40 cm sind keine Seltenheit. Renkenangler berichten von starken Beständen, auch Zander werden regelmäßig gefangen. Die Community weist allerdings auf die Besonderheiten des Stausees hin: wechselnde Wasserstände beeinflussen die Standplätze der Fische deutlich. Wer flexibel bleibt, hat die besten Chancen.
Passende Ausrüstung
- Spinnruten 2,40–2,70 m, Wurfgewicht 30–80 g für Hecht und Zander
- Leichte Spinnruten für Barsche, kombiniert mit Gummifischen und kleinen Wobblern
- Hegenen und feine Ruten für Renkenfischerei
- Karpfenruten 3,60 m mit Bissanzeigern für den Ansitz
- Grundmontagen und Aalköder für das Nachtangeln
- Echolot und Bootszubehör für flexible Platzwahl
Bitte Schonzeiten beachten!