
Wer am Bostalsee angeln geht, findet ein hervorragendes Angelgewässer mit überraschend viel Platz für Angler. Am Bostalsee zu angeln lohnt sich vor allem wegen seines Raubfischbestands, der sich sehen lassen kann: Barsche, Hechte, Zander und Welse wachsen hier zu stattlichen Größen ab. Mit einer Oberfläche von 120 ha (1,2 km²), einem Wasservolumen von acht Millionen m³ und einer maximalen Wassertiefe von 18 m liegt der See auf ca. 400 m ü. NN im Naturpark Saar-Hunsrück und bietet dir als erfahrenem Angler echte Überraschungen. Die steilen Uferabbrüche und die ausgeprägte Thermokline machen diesen Stausee zu einem Hotspot für kapitale Räuber.
Gewässer-Kurzinfo
- Name: Bostalsee (auch Talsperre Bosen)
- Typ: Talsperre / Stausee
- Zielfisch(e): Hecht, Zander, Barsch, Wels, Karpfen, Aal
- Angelverein / Bewirtschafter: Seeverwaltung Bostalsee
- Gast-/Tageskarte: Ja, Tages-, Wochen-, Monats- und Jahresscheine verfügbar, Verkauf in der Tourist-Information
- Website / Infoquelle: www.bostalsee.de
Beschreibung
Die Zugänglichkeit am Bostalsee ist hervorragend, mit zahlreichen befestigten Uferzugängen rund um den 6,8 km langen Uferbereich. Das Angeln ist von verschiedenen Uferzonen, aber auch vom Tret- oder Ruderboot aus erlaubt. Obwohl der See touristisch stark genutzt wird, konzentrieren sich die Badegäste hauptsächlich auf die beiden Strandbäder im Süden und Nordosten. Der Großteil des Ufers steht dir als Angler zur Verfügung – besonders die Nordwest- und Ostbereiche bieten dir ausreichend Ruhe für entspanntes Angeln. Das Gewässer wird zwar intensiv befischt, aber bei einem Umfang von 6,8 km findest du problemlos ruhige Angelstellen abseits der touristischen Hotspots. Unter der Woche hast du sogar an den beliebteren Bereichen deine Ruhe.
Beim Spinnfischen kannst du sowohl vom Ufer als auch vom Boot aus erfolgreich sein. Die Uferregion fällt vielerorts steil auf 6 bis 14 m ab – ideale Bedingungen auch für den Ufenangler. Das Ansitzangeln ist ebenfalls sehr produktiv, wobei Nachtangeln grundsätzlich erlaubt ist. Fliegenfischen ist möglich, aber aufgrund der Gewässergröße eher selten praktiziert.
Bedeutung & Besonderheiten
Der See ist mit 1,2 qkm Fläche und einer maximalen Tiefe von 18 m der größte künstliche Freizeitsee im südwestdeutschen Raum. Der Fischbestand ist außergewöhnlich vielfältig und wird durch regelmäßige Besatzmaßnahmen gestützt. Natürliche Reproduktion findet vor allem bei Barschen und Rotaugen statt.
Die größte Tiefe von etwa 18 m befindet sich direkt am Entnahmeturm, wo warmes Oberflächenwasser abgeleitet wird. Im Laufe des Frühjahrs bildet sich eine extrem ausgeprägte Sprungschicht. Diese Thermokline ist der Schlüssel zum Erfolg: Hier sammeln sich die Beutefische und somit auch die Räuber.
Die Landschaft ist geprägt vom Naturpark Saar-Hunsrück mit seiner hügeligen, bewaldeten Umgebung. Trotz der touristischen Nutzung mit Strandbädern und Campingplatz bleibt der See ein erstklassiges Angelrevier.
Tipps für Angler
- Beste Zeiten: Frühjahr und Herbst für Raubfische, Sommermonate für Karpfen und Schleien, frühe Morgenstunden und Abendzeit am produktivsten
- Empfohlene Stellen: Entnahmeturm-Bereich für Tiefenfischerei, Einlaufbereiche der Zuflüsse, steile Nordwestufer
- Parkmöglichkeiten: Mehrere kostenlose Parkplätze rund um den See, rollstuhlgerechte Zugänge vorhanden
- Versorgung: Supermarkt in Gonnesweiler (3 km), Gastronomie am See, öffentliche WCs an den Stränden
- Übernachtung: Campingplatz direkt am See, Hotels in St. Wendel (15 km)
- Wetterabhängigkeit: Bei Ostwind geschützte Westseite befischen, nach Regenfällen Einläufe beangeln
Community & Erfahrung
Die Fangmeldungen sprechen für sich: Hechte bis 110 cm, Zander bis 80 cm und Barsche bis 45 cm sind keine Seltenheit. Kapitale Welse über einen Meter werden regelmäßig gefangen. 1.120 Anglerinnen und Angler folgen dem Gewässer bereits in unserer mobile App für Angler und haben bisher 283 Fänge und 29 Bilder hochgeladen.
Erfahrene Angler schwören auf die Morgenstunden im Bereich des Entnahmeturms. Hier stehen oft große Zander und Hechte im Freiwasser. Ein Tipp von Locals: Die Sprungschicht im Sommer gezielt mit dem Echolot suchen und genau darüber anbieten.
Passende Ausrüstung
- Spinnruten: 2,40-2,70m, 20-60g Wurfgewicht für Hecht und Zander
- Köder: Gummifische 10-15cm, Wobbler für verschiedene Tiefen, große Spinnerbaits
- Ansitzrute: 3,60m Karpfenrute, robuste Rolle mit Freilaufsystem
- Echolot: Unverzichtbar für das Auffinden der Sprungschicht und Fischschwärme
- Kescher: Großer Kescher für kapitale Fische
- Rutenhalter: Für das bequeme Ansitzangeln
Bitte Schonzeiten beachten!