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Fischbestandserhebung: Große Inventur am Elbe-Lübeck-Kanal

Der Bericht vom LSFH-SH, Landessportfischerverband Schleswig-Holstein e.V.:

In den vergangenen Wochen haben wir erneut den Fischbestand am Elbe-Lübeck-Kanal gründlich untersucht. Die Hege und die fischereiliche Nutzung dieses spannenden Gewässers wurde uns von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV), übertragen. Zur Hege gehört, dass wir regelmäßig Fischbestandserhebungen durchführen, um zu dokumentieren, was in diesem spannenden Gewässer vor sich geht.

 

6 Tage und 60 Kilometer

Zu diesem Zwecke führen wir jedes Jahr eine sechstägige Befischung auf den mehr als 60 Kilometern zwischen Lübeck und Lauenburg durch. Ziel ist es, herauszufinden, wie sich die Bestände der Fischarten im Kanal entwickeln und vor allem wie effizient und nachhaltig unser jährlicher Aalbesatz ist. Ausgeführt werden die Untersuchungen von der Hegegemeinschaft Gewässersystem Nord-Ostsee-Kanal, die all unsere von der WSV gepachteten Gewässer fischereibiologisch betreut. Und weil insbesondere die Ergebnisse zum Aal von erheblicher Bedeutung und allgemeinem Interesse sind, werden die Arbeiten finanziell mit Mitteln aus der Fischereiabgabe des Landes Schleswig-Holstein gefördert.

Dem Zustand des Aalbestandes im Elbe-Lübeck-Kanal gilt das Hauptaugenmerk der Befischung.
Foto: LSFV SH

Gefangen werden die Fische mit einem Elektrofischereigerät, dass vom Boot aus eingesetzt wird. Zusätzlich wird auf 22 Stationen parallel zum Ufer ein engmaschiges Spiegelnetz gestellt. Es soll verhindern, dass größere Fische bei Annäherung des Bootes aus den Uferbereichen in das tiefere Wasser fliehen. Insbesondere bei Aalen funktioniert diese Methode sehr gut.

Ein parallel zum Ufer gestelltes Spiegelnetz fängt die vor dem Strom oder Boot flüchtenden Fische ab.
Foto: LSFV SH

Elbe-Lübeck-Kanal: Immer in Bewegung

Vor 10 Jahren kam der Wels

Aber natürlich werden dabei auch jede Menge andere Fischarten gefangen. So können wir Trends erkennen und in der Vergangenheit schon mehrfach unerwartete Entwicklungen beobachten. „Seit ungefähr 10 Jahren hat der Welsbestand stark zugenommen. Als wir 2008 den ersten gefangen hatten, waren wir noch völlig aus dem Häuschen. Inzwischen ist er häufig und wird von den Anglern überall im Kanal gefangen.“, berichtet LSFV-Fischereibiologe Rüdiger Neukamm.

Welse werden seit einigen Jahren fast überall im Kanal gefangen – auch bei unserer Befischung.
Foto: LSFV SH

Ein großer Barschbestand

Hinsichtlich der Fische ist der ELK ein dynamisches Gewässer, in dem die Bestände ständig in Umbruch und Bewegung sind. Auch daher ist es wichtig, dass wir einen Blick auf dem Gewässer haben, um gegebenenfalls negativen Entwicklungen entgegenzuwirken. So haben die letzten Jahre beim Raubfisch erhebliche Veränderungen gezeigt: Früher war der Kanal ein sehr gutes Zandergewässer. Zurzeit werden leider nur noch wenige von den Anglern gefangen. Dafür hat der Hechtbestand zugenommen. Sehr stabil ist hingegen der Bestand des Flussbarsches. Er patrouilliert in guten Größen und in großen Mengen entlang der Kanten. Zurzeit überlegen wir, ob wir einen erneuten Versuch unternehmen sollten, den Zanderbestand durch Besatzmaßnahmen wieder aufzubauen. Über die jeweilige Entwicklung werden wir hier erneut berichten.

Barsche werden von Anglern und auch von den LSFV-Biologen in guten Größen gefangen.
Foto: LSFV SH

Döbel statt Aland

In diesem Jahr konnten wir noch ein paar weitere spannende Trends beobachten. „Der Döbel ist der neue Aland!“ Noch nie hatten wir so viele Döbel im ELK. Dagegen fehlte uns der Aland in den Fängen fast gänzlich. Vielleicht verschiebt sich hier was bei den Arten. Mal sehen, ob die Fänge der Angler diese Annahme bestätigen. Die Brassen haben offensichtlich im Bestand in den vergangenen Jahren noch weiter abgenommen, die Rotaugen allerdings scheinen sich etwas erholt zu haben. Die Ursache für den Rückgang der Weißfischbestände ist uns weiterhin nicht bekannt. Im Gespräch sind eine Verschiebung der Laichzeiten aufgrund des Klimawandels, die Abnahme des Planktons aufgrund des teilweise massenhaften Vorkommens der Quaggamuschel oder ein Wegfraß von Laich und Jungfischen durch Schwarzmundgrundel und Flussbarsch.

Junge Schwarzmundgrundeln gibt es zuhauf. Sie sind eine zuverlässige Nahrungsquelle für Barsch und Aal. Doch wie wirkt sich ihr Fraßdruck auf den Nachwuchs der Arten aus?
Foto: LSFV SH

Gut gewachsener Karpfenbestand

Weiterhin konnten wir noch einige junge Karpfen und Schleien fangen, die großen Exemplare sind mit unseren Methoden allerdings kaum zu fangen. Karpfenangler fangen jedoch regelmäßig sehr große und gesunde Karpfen, auch Graskarpfen kommen in Exemplaren deutlich über 20 Kilogramm vor.

Der Aal ist absolut gefährlich  für Kamberkrebs und Schwarzmundgrundel. Die beiden invasiven Arten kann der Chef der Steinschüttung gut in Schach halten.
Foto: LSFV SH

Was unsere LSFV-Biologenebenfalls interessiert, sind die Wechselwirkungen einzelner Arten. Was passiert zum Beispiel mit den anderen Weißfischbeständen, wenn der Döbel tatsächlich den Kanal erobert? Das wird wohl die Zukunft zeigen. Was sich jetzt bereits untersuchen lässt, ist der Einfluss des Aals auf die eingewanderten Arten Kamberkrebs und Schwarzmundgrundel. Beide leben vor allem im Lückensystem der Steinschüttungen ­– genau dort, wo auch der Aal sich wohlfühlt. Schlecht für die friedliche Nachbarschaft: der Aal hat die Grundel zum Fressen gern! Und auch die Kamberkrebse nimmt sich der Aal sehr gern zur Brust. Somit übernehmen die besetzten Aale hier eine wichtige Funktion in der Regulation der gebietsfremden Arten.

Wie aus dem Bilderbuch: Ein dicker Aal neben Kamberkrebs und Schwarzmundgrundeln auf dem E-Gerät.
Foto: LSFV SH

Schon der erste Eindruck der Befischung und die erste Auszählung zeigen, dass unser Aalbesatz schwere Früchte trägt. Wir konnten noch mehr Aal als in den Jahren zuvor fangen und auch die Größenzusammensetzung des Fangs gab Grund zur Freude. Zwischen 8 und 93 Zentimeter gab es alle Alters- und Größenklassen in guten Mengen. Offenkundig kommt der Aal sehr gut klar im ELK.

Auch kleine Aale fingen wir zuhauf. Zwischen 8 und über 90 Zentimeter waren alle Größenklassen vertreten.
Foto: LSFV SH

„Ohne Besatz gäbe es hier so gut wie überhaupt keine Aale mehr. Aber die Tiere gehören unbedingt hierher. Anhand der Fänge und aufgrund der Nähe zum Meer, ohne weitere Wanderhindernisse, können wir auch stark davon ausgehen, dass ein erheblicher Teil der Fische unbeschadet ins Meer abwandert, wenn die Zeit gekommen ist.“ Rüdiger Neukamm und Mattias Hempel sind zufrieden mit den Ergebnissen der diesjährigen Befischung und sehen der Zukunft der Angelei im Kanal positiv entgegen. „Es ist ein Gewässer, in dem man sich immer wieder auf neue Verhältnisse und Arten einstellen muss. Aber diese Bewegung macht den Kanal auch immer wieder interessant und bietet Angelmöglichkeiten, die wir sonst kaum haben im Land. Der Zustand der Aale ist echt erfreulich und bestärkt uns darin, dass das, was wir hier tun, gut und richtig ist.“

Bei aller Arbeit ist die Fischerei auf dem ELK für unsere Biologen auch spannend und ein schöner Zeitvertreib.
Foto: LSFV SH

Quelle: Landessportfischerverband Schleswig-Holstein e.V.

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