Archiv der Kategorie: Tipps und Tricks

Driftsäcke – sicher ist sicher

Gehört ihr auch zu den Driftsack-Liebhabern? Auf dem Wasser ringt der Wind plötzlich mit Eurem Boot um die Vorherrschaft. Jetzt hilft nur noch eines: abbremsen! Wozu hat man denn einen Treibanker? Er hält die fängige Drift-Geschwindigkeit und das Boot weiterhin auf dem richtigen Kurs.

Wie gut, dass es von Quantum gleich drei Driftsäcke gibt, für die unterschiedlichsten Anwendungen das jeweils passende Modell: Je nach der Bootsgröße und Windstärke kann zwischen den Ausführungen M, L und XL gewählt werden. Die Größen M und L haben die Form eines Trichters, bei dem die Ausströmöffnung angepasst werden kann und der Angler somit Einfluss auf die Geschwindigkeit nimmt. Bei diesen beiden „Bremsfallschirmen“ sind an der Öffnung je zwei Auftriebskörper und zwei Gewichte eingearbeitet. Deshalb öffnen sich diese Drift Bags sehr schnell, und ein Verdrehen ist ausgeschlossen, da sie stabil im Wasser liegen. Die Größe M eignet sich super beim Schleppen, falls der Motor auch bei der langsamsten Drehzahl noch zu schnell sein sollte. Die XL-Variante mit den Abmaßen 100 x 140 Zentimetern arbeitet hingegen nach dem Prinzip eines Gleitschirms und drosselt selbst bei viel Wind die Geschwindigkeit drastisch ab.

Alle drei Quantum Drift Bags sind in allerbester Qualität aus 100% Nylon verarbeitet. Die High-Tech Oberflächenbeschichtung besteht aus besonders strapazierfähigem Polyurethan. Auch der verschweißte Metallring in der Aufhängung der XL-Ausführung überzeugt durch Stabilität.

Ein Bootsangler ohne Treibanker ist wie ein Segelboot ohne Segel. Ja, dann mal: „Ahoi Drift Bag“!

Euer

Torsten Schneider, Team Quantum

Makrelenangeln – Nordseetiger richtig verführen

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Ein torpedoförmiger Körper und blau-schwarze Musterung auf dem Rücken, und immer in rauen Mengen: Die als schmackhafter Speisefisch beliebte Makrele (lateinisch: Scromber scombrus) ist ein Schwarmfisch. Sie zieht im Sommer ab Mai nach dem Laichen hungrig in die Küstenregionen der Nordsee, teils auch bis in die Ostsee. Hier kann man sie von der Küste, vom Fischkutter oder vom Mietboot aus fangen.

Makrelen vom Boot aus angeln

Sonniges Wetter bei ruhiger See sind beste Bedingungen, um auf einem Boot Makrelen zu fangen. Dabei braucht man auch nicht unbedingt ein Echolot, stattdessen gelten Schwärme von Möwen als sicheres Anzeichen für Makrelen. Die Möwen jagen zwar die Makrelen nicht, sie fressen jedoch ebenfalls die kleineren Fische, die vor den raubenden Makrelen zur Oberfläche flüchten. Bei Makrelen gilt: entweder es sind keine in Sicht, oder man fängt gleich eine ganze Menge, denn sie bleiben fast immer im dichten Schwarm.

Um hier Makrelen zu fangen, wird oft ein Makrelenpaternoster gewählt. Ein Paternoster besteht aus einer Vorfachschnur, an der in regelmäßigem Abstand mehrere salzwasserfeste Haken mit Fischhaut, Lockperlen, glitzernden Fäden oder Gummischnüren befestigt sind. Am Ende des Vorfachs wird ein Bleigewicht oder ein Pilker befestigt, der eine zusätzliche Lockwirkung haben kann. Da die Makrelen nie sehr tief stehen, brauchen Sie nicht tiefer als bis etwa 20 Meter zu angeln. Lassen Sie den Paternoster auf diese Tiefe ab und ziehen Sie die Schnur mit kurzen Pausen bis an die Oberfläche. Hat eine Makrele angebissen, empfehlen manche Angler, noch einen Moment zu warten. Durch die Bewegung, die die flüchtende Makrele in den anderen Ködern am Paternoster auslöst, steigen oft noch mehrere Makrelen mit ein. Dabei vergrößert sich aber auch die Gefahr, dass sich die Makrele wieder vom Haken löst. Da bei einem Paternoster mehrere Fische gleichzeitig beißen können, sollten Sie hier eine stabile Rute und eine robuste Rolle verwenden, generell ist eine ähnliche Ausrüstung wie für das leichte Pilken empfehlenswert. Auf Angelplatz.de finden Sie verschiedene Meeresvorfächer, darunter auch Paternoster.

Makrele auch vom Festland aus fangen?

Makrelen lassen sich auch von der Brandung aus fangen, vielen Anglern bereitet das mehr Spaß als mit einem Paternoster. Als Angelplatz eignen sich Molen und Hafenkanten, besonders in Dänemark, Norwegen und auf den Britischen Inseln. Geangelt werden kann mit einer leichten Spinnrute und einem Kunstköder wie zum Beispiel Blinker, Spinner oder Wobbler. Auch hier kann man sich bei der Suche nach Makrelen an Möwen halten, die Erfahrung zeigt jedoch, dass die Dämmerung und ablandiger Wind gute Bedingungen für das Brandungsangeln auf Makrele schaffen.

Was kann man aus Makrelen machen?

Das rote Fleisch dieses Fisches aus der Familie der Makrelen und Thunfische enthält viele gesunde Nährstoffe wie Vitamin B12 und Omega-3-Fettsäuren. Makrelen sind sehr fettreich und verderben schnell, daher sollten sie nach dem Fang sofort gekühlt werden. Verarbeitet werden Makrelen auf verschiedenste Weisen: gedünstet, gebraten, gegrillt oder geräuchert.

Sind Sie auch ein Fan von Makrelen? Dann zeigen Sie uns Ihren Fang oder verraten Sie uns Ihre besten Tipps zu Ausrüstung, Methode und Angelplätzen für das Makrelenangeln!

Heilbuttangeln – Alles für Ihren Trip nach Norwegen

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Der vermutlich beeindruckendste Fisch, der sich im Nordatlantik und teils auch in der Nordsee fangen lässt, ist der Heilbutt. Der auch als Weißer Heilbutt bekannte Fisch zählt, anders als es der Name vermuten lässt, nicht zu den Butten, sondern zu den Schollen. Bei regelmäßigen Fangewichten um 100 Kilogramm beim Angeln mit Handgerät ist es wenig verwunderlich, dass der Heilbutt mit seinen heftigen Drills ein beliebter Zielfisch für Sportangler ist.

Der Heilbutt ist ein Plattfisch, bei dem beide Augen auf der rechten Seite des Körpers liegen und diese Seite nach oben wendet. Die dunkle Färbung der Oberseite passt sich gut an den Meeresboden an, die bei älteren Tieren weiße Unterseite ist von unten unauffällig wenn der Heilbutt im Freiwasser raubt. Zu finden sind Heilbutte hauptsächlich in Nordnorwegen, auf Plateaus in der Nähe von abfallenden Kanten und in sandigen Rinnen mit Strömung. Dort graben sie sich in den festen Sandboden ein und warten auf vorbeischwimmende Beute, oder sie ziehen im Mittelwasser umher. Gut zu beangeln ist der Heilbutt daher vom Boot aus, entweder durch Ausnutzen der Drift und Einholen der Schnur mit Stopps zwischendurch, oder beim Schleppangeln.

Die Ernährung von Heilbutten besteht zum großen Teil aus Fischen wie Dorsch, Schellfisch und Köhler, sowie Krabben und Sandaalen. Daran angepasst fällt die Wahl des Köders meist auf ganze Köderfische am Meeressystem oder Gummifische am Jigkopf. Zu empfehlen ist bei beiden Varianten ein zusätzlicher „Angstdrilling“, der in den Köder eingehakt wird. Das verringert die Zahl der Fehlbisse. Aber auch auf einen Pilker lässt sich ab und zu ein Heilbutt ein, besonders wenn der Drilling noch mit Fischfetzen bestückt wird.

Erfahrenen Hochseeanglern ist bekannt, dass Heilbutte ein besonderes Beißverhalten zeigen. Sie beißen eher zaghaft und knabbern den Köder oft erst an bevor sie richtig zuschnappen. Den Anhieb sollten Sie daher nicht zu früh setzen. Anstatt beim ersten Anzeichen eines Bisses die Rute nach oben zu reißen, sollten Sie den Köder nur wenig stärker bewegen um einen erschrockenen Fisch zu imitieren. Das könnte den Heilbutt zum Biss reizen.

Im Drill mit einem Heilbutt ist bestes Material ein Muss! Nicht alleine das hohe Gewicht einiger Exemplare erfordert eine starke Schnur und stabile Rute, durch die ungewöhnlich starke Schwanzflosse kann ein Heilbutt große Kräfte entfalten. Hat man diesen Plattfisch an die Oberfläche gebracht, ist der Kampf aber noch nicht gewonnen: meist macht sich der Fisch dann noch einmal auf den Weg zum Grund und zieht wieder viel Schnur ab. Ist der Heilbutt endgültig erschöpft, wird er entweder mit einem Flying Gaff oder einer Harpune an Bord geholt. Aber auch hier sollten Sie vorsichtig sein, mit einem Tuch über den Augen kann ein wilder Heilbutt allerdings meist beruhigt werden.

Der Heilbutt wurde als gefährdete Art eingestuft. Das liegt vor allem an der starken Befischung in Verbindung mit der späten Geschlechtsreife, die erst bei einer Körperlänge ab etwa 135cm erreicht ist. In Norwegen ist derzeit ein Mindestmaß von 80cm festgelegt. Das Zurücksetzen eines Heilbutt ist in der Regel unproblematisch, solange der Fisch nicht verletzt wurde.

Haben Sie schon einmal einen Heilbutt oder einen ähnlichen Plattfisch gefangen? Zeigen Sie uns Ihren Fang in den Kommentaren und beschreiben Sie, wie Sie ihn überlistet haben!

Meeresangeln-Spezial – Angeln mit Pilker

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In unserem vorangegangenen Beitrag über das Dorschangeln haben wir bereits das Angeln mit Pilker und mögliche Zielfische angesprochen. Heute gehen wir genauer auf Ausrüstung und Technik hinter der beliebten Methode ein und verschaffen Neulingen einen Überblick.

 

Ausrüstung für das Pilken

Gepilkt wird grundsätzlich vom Boot oder Kutter aus. Nur von hier lässt sich der Pilker sicher ausbringen und führen. Pilker bestehen meist aus Blei oder Stahl, sind eher länglich und schmal geformt und farbig lackiert. Damit soll ein Futterfisch nachgebildet werden. Ein Pilker ist am „Schwanz“ an der Schnur angehängt und am „Kopf“ mit einem Haken ausgestattet, in den meisten Fällen ein Drilling. In Form und Farbe gibt es aber auch große Variationen, so gibt es sehr lange Pilker sowie gedrungene Modelle, zum Beispiel in gedecktem Blau oder Schwarz oder in auffälligen Designs wie dem „Firetiger“ in grellem Grün und Orange bis Rot. Nicht jede Farbe ist jederzeit und auf jeden Fisch gleich fängig, deshalb ist es ratsam bei der Angeltour eine Auswahl dabei zu haben. Je nach Stärke der Strömung und in Tiefen bis etwa 60 Metern reichen Gewichte bis 150 Gramm, fischen Sie tiefer lässt sich mit einem schwereren Pilker leichter der Kontakt halten. In unserem Onlineshop finden Sie unter der Kategorie Pilker viele verschiedene hochwertige Pilker für Ihren nächsten Angelurlaub an der Küste.

Ihre Angelrute für das Pilken richtet sich vor allem nach dem Gewicht des Pilkers, für das leichte Pilken reicht oft eine Spinnrute mit einem maximalen Wurfgewicht bis 200 Gramm, für schweres Pilken darf es eine Meeresrute mit etwa 600 Gramm sein. Die Rute selbst sollte wie die Rolle möglichst leicht sein, da sie ständig in der Hand gehalten und bewegt wird. Fahren Sie in einer großen Gruppe auf einem Kutter mit, könnte eine längere Rute von Vorteil sein. Mit ihr lässt sich der Pilker genauer platzieren und Sie können die Schnur von Ihren Anglerkollegen fernhalten, mit einer kürzeren Rute ist jedoch der Kontakt zum Pilker direkter und feinfühliger, so erkennen Sie Bisse sicherer.

Für das leichte Pilken empfiehlt sich eine Frontbremsrolle mit kräftiger Bremse und ausreichender Schnurfassung für mindestens 200 Meter der verwendeten Schnur.  Frontbremsrollen sind einfach in der Bedienung, relativ leicht und gegenüber Salzwasser unempfindlicher als Heckbrems- oder Baitcastrollen. Außerdem ist die Reinigung um einiges leichter zu bewältigen. Mit einer Multirolle pilkt man erfolgreich in großen Tiefen. Hier heißt es jedoch vor allem für Angel-Anfänger: „Übung macht den Meister“, da die Rolle beim Abzug mitbewegt wird, gilt es durch kontrolliertes Abbremsen ein Verwickeln der Schnur zu verhindern.

Aufspulen sollten Sie eine geflochtene Angelschnur. Zum einen haben diese eine sehr geringe Längendehnung und geben damit die Bewegungen der Rute direkter an den Pilker weiter, zum anderen sind sie bei gleichem Durchmesser deutlich reißfester als monofile Schnüre. Eine Schnur in Signalfarbe erleichtert den Umgang an Bord, wenn viele Angler gleichzeitig ihre Pilker auswerfen. Um im Drill das Ausschlitzen des Hakens zu verhindern, kann man entweder eine Rute mit feiner Spitzenaktion wählen, oder ein Stück monofile Schnur als Vorfach verwenden.

Ihr Tackle ist vorbereitet und Sie wollen den Angelkutter besteigen? Um Seekrankheit vorzubeugen sollten Sie ausgeschlafen sein und keinen Alkohol trinken. Wollen Sie sicher gehen, dass Sie bei der Ausfahrt fit bleiben, können Sie sich in der Apotheke ein Mittel gegen See- oder Reisekrankheit kaufen. Damit Sie trocken bleiben und nicht auskühlen, empfehlen wir Ihnen einen Komplettanzug. Wählen Sie am besten ein Modell, das auch als Schwimmhilfe dient. So sind Sie auch geschützt, sollten Sie tatsächlich über Bord gehen.

 

Die Technik beim Pilken

Je nachdem wo Sie auf dem Boot stehen, gibt es zwei leicht unterschiedliche Techniken beim Pilken:

In der Andrift werfen Sie den Pilker so weit wie möglich voraus, denn Sie treiben auf den Pilker zu. Ist der Pilker auf dem Grund angekommen, ziehen Sie ihn mit einer Bewegung der Rute ein Stück nach oben, und lassen ihn dann wieder ab. Nach einer Weile ziehen Sie dann ein wenig Schnur ein, da sich die Distanz zum Köder verringert.

In der Abdrift lassen Sie den Pilker direkt vor sich auf den Grund ab, da Sie sich immer weiter von ihm wegbewegen. Auch hier lassen Sie den Köder auf und ab tanzen, nach einer Weile geben Sie hier allerdings Schnur frei, um den Pilker weiter nahe am Grund zu lassen.

Beim Absinken verhält sich der Pilker taumelnd und wie ein verletzter Beutefisch, deshalb beißt ein Fisch meist während dieser Phase. Daher muss die Rute immer mit Aufmerksamkeit geführt werden, um den richtigen Moment für den Anhieb nicht zu verpassen. Sind Sie erfolgreich und haben den Fisch an die Oberfläche geholt, wird Ihnen auf einem Ausflugskutter geholfen, den Fisch mit einem Gaff an Bord zu bringen.

Die zu erwartenden Fische beim Pilken sind meist Dorsche, jedoch sind auch Köhler, Lengfische, Plattfische, Pollack, Makrelen und sogar Knurrhähne keine Seltenheit.

 

Teilen Sie Ihre Erfahrungen!

Erzählen Sie uns und anderen Anglern doch von Ihren Abenteuern beim Pilken!

Dorschangeln-Spezial – Rund um den beliebten Meeresfisch

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Nachdem wir im Rahmen unseres Artikels über das Angeln in Norwegen schon einige Zielfische erwähnt haben, gehen wir heute auf einen der beliebtesten Meeresfische ein: den Dorsch. Der außerhalb der Ostsee auch als Kabeljau bekannte Speisefisch kommt außerdem fast überall im Nordatlantik und in der Nordsee vor.

Der wahrscheinlich einfachste Weg, um auf Dorsche zu angeln, ist von einem Fischkutter oder Angelboot aus. Von fast jeder größeren Küstenstadt aus kann man entweder an einer geführten Tour teilnehmen, oder ein kleines Boot mieten und selbst in See stechen. Gerade für Neulinge ist aber eine Gruppentour mit einem Skipper empfehlenswert, da man sich bei der Suche nach den Dorschen nicht auf sein Glück und Geschick mit dem Echolot verlassen muss.

Fängige Köder für Dorsche gibt es viele, denn Dorsche fackeln nicht lange bevor sie einen möglichen Beutefisch angreifen.

Angelt man vom Boot aus und stehen die Dorsche nah am Grund, wird meist ein Pilker verwendet. Dabei wird der Köder immer wieder auf Grund gelassen und angezogen, so lange bis ein Fisch auf den taumelnd sinkenden Köder reinfällt. Die Pilker gibt es in vielen verschiedenen Formen, Gewichten und Farben. In der Ostsee reicht ein Gewicht von 50 bis 150 Gramm, bei stärkerer Strömung und Drift greift man eher zu den schweren Pilkern. Farblich sind derzeit Kombinationen aus Rot und Schwarz sowie Silber und Blau beliebt, es sind jedoch eigentlich alle denkbaren Farben verwendbar, für jede Situation gibt es einen passenden Köder.

Eine Abwandlung des Angelns mit Pilker ist das Speedjiggen. Dabei wird ein schmaler, schwerer Pilker zuerst bis zum Grund abgelassen und dann mit schnellen Sprints und kurzen Stopps wieder eingeholt. Diese Technik hat sich bewährt, wenn die Dorsche weit über Grund unter Schwärmen von Futterfischen stehen, denn sie können dem Reiz des schnell vorbeischwimmenden Pilkers einfach nicht widerstehen. Doch nicht nur Dorsche werden hier anbeißen, auch Köhler und Pollack nehmen den flotten Speedpilker an. Vorsicht ist allerdings bei zerklüfteten Böden geboten, hier hat sich schon oft ein Pilker verhakt und wurde abgerissen.

In der Ostsee ist auch das Angeln mit Gummifisch am Jighaken beliebt, sowohl vom Boot aus, als auch im Brandungsangeln, denn besonders nach der Laichzeit treibt der Hunger die Dorsche in Küstennähe. Hier kann mit leichtem Gerät geangelt werden, was für spannende Drills sorgt. Auch mit einem Wobbler lassen sich Dorsche überlisten. Mit tief tauchenden Modellen können Sie sogar vom Boot aus Schleppen und in 10 Meter oder mit Downrigger noch tiefer fischen.

Egal für welche Art des Dorschangelns Sie sich entscheiden, Angelplatz.de hat die passende Ausrüstung.

 

Über Dorsch, beziehungsweise Kabeljau, sei noch gesagt, dass die Bestände in den Meeren durch starke Befischung eingedämmt wurden und deshalb durch die IUCN als gefährdete Art eingestuft wurde. Grundsätzlich ist selbst geangelter Fisch unproblematischer als industriell gefangener, dennoch sollten Sie sich beim Dorschangeln an die Schonmaße halten. Denn werden zu viele Fische entnommen bevor sie überhaupt ein einziges Mal laichen können, werden sich die Dorschpopulationen nicht erholen.

Haben Sie schon Dorsche geangelt? Wo waren Sie erfolgreich, und welche Technik und Köder haben Sie benutzt? Wenn Sie uns ein Bild von Ihrem Fang zeigen möchten, können Sie es hier in einen Kommentar einfügen.

Anfüttern für den Angelerfolg!

Um in Flüssen und stehenden Gewässern erfolgreich zu angeln, muss man den ausgesuchten Zielfisch meist erst in die Nähe des Köders bringen. Die gängige Methode, das Anfüttern, ist mittlerweile schon fast zu einer eigenen Wissenschaft geworden. Wir möchten Ihnen deshalb hier nur die Grundlagen vermitteln, denn jeder Angler entwickelt mit der Zeit und wachsender Erfahrung eigene Vorgehensweisen.

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Futtermischung für das Anfüttern

Übliche Köderfuttermischungen enthalten zum Beispiel Paniermehl und Partikelfutter, etwa gekochten Hartmais oder Hanfsamen. Auch Maden und Mückenlarven werden gerne angenommen. Alternativ gibt es fertige Grundfuttermischungen, die auch mit den genannten Inhaltsstoffen vermischt werden können.

Ausgebracht wird das Futter entweder lose über eine Fläche verteilt oder zu festen Ballen gedrückt; diese lösen sich im Wasser auf und decken einen konzentrierteren Bereich ab. Damit werden die meisten Friedfische angelockt.

Beim gezielten Angeln auf Karpfen ist das allerdings ungünstig, denn Weißfische wie etwa Döbel, Rotauge oder Brachse kommen in größeren Beständen vor und fressen den Karpfen das Futter weg. Deshalb haben sich Boilies bewährt: das sind gekochte Futterkugeln, die größer und härter als Partikel- und Pelletfutter sind. Sie können von den kleineren Arten nicht gefressen werden.

Eine besondere Leckerei für Karpfen sind auch die recht festen Tigernüsse, welche besonders gehaltvoll und im Geruch fast schon unwiderstehlich für Karpfen sind. Boilies und Tigernüsse können sowohl im Ganzen als auch zerkleinert unter die Futtermischung gegeben werden.

 

Wie füttert man am besten an?

Es ist ratsam, schon ein paar Tage vor dem Ansitz mit dem Anfüttern zu beginnen. Das ist zwar nicht zwingend notwendig, erhöht aber Ihre Chancen auf einen Fang ungemein: besonders die scheuen Karpfen müssen sich sowohl an den Futterplatz als auch an das Futter gewöhnen. Denn wenn ein Karpfen schon einige Boilies gefressen hat, schöpft er weniger Verdacht beim eigentlichen Köder.

Die benötigten Mengen hängen vom Bestand und Temperatur ab, je weniger Fische vorhanden sind und je niedriger die Wassertemperatur ist, umso weniger Futter wird verwendet. Außerdem sollte in Teichen und Seen grundsätzlich weniger gefüttert werden, damit das Wasser nicht durch eine Überversorgung mit Nährstoffen „kippt“.

In fließenden Gewässern darf mehr gefüttert werden, da das Futter schnell verteilt wird. Dort kann man auch Erde oder Kiesel in die Futterballen mischen, damit sie schneller auf den Grund sinken.

 

Anfüttern für Raubfische?

Das Anfüttern für das Angeln auf Zander oder Hecht ergibt auf den ersten Blick keinen Sinn. Bedenkt man jedoch, dass die damit angelockten Friedfische auf dem Speiseplan der Räuber stehen, wird man schon bald die ersten Exemplare ausmachen können, die auf die Schwärme von Beutefischen Jagd machen.

Wenn Sie dann noch einen geschickt geführten Kunstköder oder einen schmackhaften Köderfisch anbieten, haben Sie bald Ihren Fisch gelandet und das Anfüttern hat seinen Zweck erfüllt.

Wenn Sie noch nicht lange Angeln, hat Ihnen dieser Artikel hoffentlich beim Einstieg in das weite Feld des Anfütterns geholfen. Und wenn Sie ein Profi sind und einige Tricks und Kniffe kennen, erzählen Sie uns in den Kommentaren doch von Ihren fängigsten Methoden!

Angeln im Winter – Tipps zu Technik und Ausrüstung

Auch wenn ein richtiger Winter in diesem Jahr vielerorts noch auf sich warten lässt, die gesunkenen Temperaturen haben Auswirkungen auf die Fische. Sie werden langsamer, fressen weniger und sind damit auch weniger beißfreudig. Damit Sie trotzdem erfolgreich im Winter angeln können, haben wir einige nützliche Hinweise für Sie.

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Wo die Fische im Winter zu finden sind

Bei niedrigen Außentemperaturen sammeln sich aufgrund der milderen Wassertemperaturen besonders viele Fische in den tiefsten Stellen in Teich und See. Vorteilhaft ist es hier, wenn man das Gewässer schon aus dem Sommer kennt und nicht erst suchen muss. Wenn man im vorherigen Winter schon an einer Stelle erfolgreich war, ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, auch in diesem Jahr dort wieder Fische anzutreffen. Bei Fischen beliebte Plätze sind auch ufernahe Bereiche, wo der Wind zuerst die Oberfläche trifft. Hier treibt der Wind die Zirkulation an, bei der das kalte Oberflächenwasser zur Mitte des Sees gedrückt wird und wärmeres Wasser aus der Tiefe nachfließt. Zuläufe aus Entwässerungsanlagen bringen relativ warmes Schmelzwasser in den Teich, auch hier können Fische stehen. Im fließenden Gewässer sucht man am besten nach den ruhigsten Bereichen, da die Fische hier Energie sparen können.

Anfüttern für das Winterangeln

Beim Anfüttern im Winter ist besonders wichtig, nicht zu viel zu füttern. Als wechselwarme Tiere fressen Fische bei Kälte viel weniger, da ihre Stoffwechselrate und damit ihr Energiebedarf sinken. Das Futter sollte außerdem möglichst fein sein, dann bildet es zum einen eine schöne Wolke im Wasser, zum anderen sättigt grobes Futter schneller und die Fische wollen nicht mehr beißen. Auch regelmäßiges Füttern über mehrere Tage vor dem eigentlichen Angeln kann Ihren Fangerfolg vergrößern, denn die Fische merken sich den Ort und kehren immer wieder an die Futterstelle zurück. Zusätzlich zum optischen Reiz von Futter und Köder kann man auch Duftstoffe ausbringen.

Angeltechnik im Winter

Friedfische fängt man am besten mit kleinen Lebendködern, wie etwa Würmern oder Zuckmückenlarven. Dabei sollte der Köder möglichst ruhig gehalten werden, da sich die Fische nur träge bewegen können. Hat einer angebissen, sollten Sie schnell reagieren, im Winter beißen die Fische nur sehr vorsichtig. Nutzen Sie jede Chance! Die Köder sollten Sie warm halten, wenn sie in der Tasche gefrieren wird es nur schwieriger.

Wie ihre Beute werden auch die Raubfische langsamer. Das bedeutet, dass sie eher auf große Köder reagieren, denn größere Beute heißt größere Energieausbeute für den Fisch. Die schwimmt ebenfalls langsam, daher dürfen Sie sich ruhig Zeit lassen wenn Sie den Kunstköder am Fisch vorbeiführen. Damit das gelingt, muss dieser möglichst leicht sein, und ist im Idealfall auch noch flexibel genug, sich beim langsamen Ziehen durch das Wasser zu bewegen. Viele Angler schwören deshalb auf eher dunkle Shads, da diese neben der Bewegung auch das Aussehen der Beutefische authentisch nachahmen.

 

Die richtige Kleidung und Angelgerät

Neben der Angelausrüstung ist auch die Kleidung enorm wichtig. Dem Fisch macht es wenig aus bei eisigen Temperaturen auszuharren, einem Menschen wird das jedoch ganz schön zu schaffen machen. Dicke Socken, gute Handschuhe (mit wegklappbaren Fingern hat man beim Anbiss auch das nötige Gefühl) und eine warme Mütze sind Pflicht. Am Körper trägt man Thermowäsche und am besten mehrere Lagen Kleidung darüber. Denn etwas auszuziehen das zu warm ist, ist immer besser als noch mal mehr anzuziehen, wenn man bereits friert.

Neben der Kleidung müssen auch die Ruten winterfest und gut vorbereitet sein. Verwenden Sie monofile Angelschnüre, denn diese werden nicht vereisen. Ihre Rollen sollten trocken und sauber sein, mit Silikon- oder Teflonspray werden sie geschmiert und gleichzeitig optimal vor dem Zufrieren geschützt. Die gleiche Behandlung kann man den Ringen an der Angelrute verpassen. Ihre Montagen sollten Sie zuhause vorbereiten, denn in kalter Umgebung lässt sich so eine Arbeit kaum ausführen.

Große Welse wollen leicht verführt werden

Stefan Seuß zeigt hier seine feinen und leichten Unterwasserposen und sein dünnes aber strapazierfähiges Vorfach
Stefan Seuß zeigt hier seine feinen und leichten Unterwasserposen und sein dünnes aber strapazierfähiges Vorfach

Tostedt.
Welse jenseits der 100-Kilo-Klasse sind schlau und haben eine Menge Erfahrung in ihrem Leben gesammelt. Meist kennen sie die Montagen der Angler sehr genau und verlassen stark beangelte Flussgebiete. Stefan Seuß erkannte schon vor Jahren, wie die Giganten ticken und passte seine Montagen sehr penibel der gezielten Großwelsfischerei an. Auch bei der Platzwahl überlässt Stefan Seuß nichts dem Zufall und versucht dort seine Köder auszulegen, wo sich kein anderer Angler hinsetzen würde. Steilhänge, Steinschüttung, unzugängliche Lehmufer und sehr hindernisreiche Flußpassagen sind genau die Orte, die der Testangler und Angelguide sucht, um auf Großfische zu treffen.

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