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„Basiskurs“ – Einfach Feedern am Stillwasser

Wenn es um das klassische Feedern geht, habe ich in der Vergangenheit oft erleben müssen, dass vor allem Anfänger vom Angeln mit dem Futterkorb falsche Vorstellungen hatten. Auf einem Frühjahrsfest eines Angelgerätehändlers in diesem Jahr bestätigte sich mein Eindruck. Um diesen Defiziten auf den Grund zu gehen, habe ich für alle Angler einen Leitfaden verfasst. Es ist eine Art Agenda, beziehungsweise ein Rüstzeug, damit Sie noch besser vorbereitet sind, und damit auch Neulinge einen leichteren Einstieg finden.

Angelgerät

Das Herzstück einer jeden Angelart ist zweifelsohne die Rute. Um am Fluss zu Feedern, werden oft sehr schwere und lange Ruten benötigt. Sie haben den Vorteil, schwere Körbe auswerfen zu können. An einem Vereinssee hat man es da leichter. In der Regel wird auf Distanzen von 20 bis 50 Metern gefischt. Dafür sind weder schwere Weitwurfruten noch kostspielige Long-Cast-Rollen erforderlich. Eine leichte Feederrute mit einer Länge von 3,20 bis 4 Metern und einem Wurfgewicht von 80 Gramm ist ausreichend.

Für nahe Distanzen ist die Browning Jens Koschnick Word Champion Feeder ein produktives Werkzeug. Lassen Sie sich von ihrer Zierlichkeit nicht täuschen, auch mit einem echten Karpfen wird sie spielend fertig! Für etwas mehr Power ist die Browning Black Viper MK12 eine super Option. Selbst leichte Körbchen kann man auf nahezu 60 Metern befördern. Mein Lieblingsmodell am See ist schließlich die Browning Sphere Feeder M, allerdings muss man für diese etwas tiefer in den Geldbeutel greifen – sie ist eine der hochwertigsten Feederruten am Markt!

Die Rolle sollte zur Rute passen, also nicht überdimensioniert sein. Viele Angler kaufen Rollen mit einem hohen Schnureinzug. Für das Angeln auf große Distanzen mag dies sicherlich sinnvoll sein, aber meist wird nur auf kurze bis mittlere Entfernungen geangelt. Da kann der Schnureinzug vernachlässigt werden. Zumal bei hohen Einholgeschwindigkeiten Vorfach und Montage schneller zum Verdrallen neigen. Wichtig ist, bei der Rolle auf ein vernünftiges und stabiles Getriebe zu achten, da eine Feederrolle stark belastbar wird. Müssen Sie an Ihrem Gewässer doch auf Entfernungen von mehr als 70 Metern werfen müssen, dann sollte Ihr Gerät natürlich entsprechend größer und robuster ausfallen.

Auf eine Rolle gehört eine Schnur. Auch hier habe ich viele Jahre experimentiert und bevorzuge zum Feedern am See monofile Schnüre. Dafür habe ich folgende Gründe:

  1. Bei den dehnungsarmen Geflechtschnüren musste ich immer wieder Fischverluste im Drill hinnehmen. Die Schläge der Fische werden besonders auf kurzer Distanz durch die Geflochtene nicht ausreichend gefedert und der feine Haken wird aus dem Fischmaul gerissen oder das dünne Vorfach reißt.
  2. Auf rauem Untergrund wird die geflochtene Schnur schneller beschädigt als eine Monofile. Ich fische viel in Baggerseen. An den dort oft steilen Kanten haften Steine und Muscheln und kappen über kurz oder lang jede Geflochtene.
  3. Ein Geflecht sinkt nicht gut zu Boden. Besonders bei Wind kann sich daher nach dem Auswurf schnell ein Schnurbogen bilden. Während man diesen versucht, durch ständiges Nachspannen der Schnur zu beseitigen, wird oft schon der Futterkorb bewegt oder ein Biss verpasst.
  4. Der Preis für geflochtene Schnüre ist um ein vielfaches höher.
  5. Durch geflochtene Schnüre erfolgt ein beträchtlicher Materialverschleiß an Rute und Rolle.

Einige Hersteller haben spezielle monofile Schnüre für das Futterkorbangeln im Programm. Diese zeichnen sich effektiv durch die gute Sinkfähigkeit und hohe Abriebfestigkeit aus. Meine Empfehlung ist die Cenex Method Mono der Marke Browning.

Ein wichtiger Baustein bei der Gerätezusammenstellung ist ohne Zweifel der Futterkorb. Im Handel erhält sind viele Sorten und Größen vertreten. Die meisten Angler benutzen die vielerorts üblichen Drahtkörbe mit seitlichen Bleischlitten. Wichtig: Bitte beachten Sie, in einem stehenden Gewässer so leicht wie möglich zu fischen. Das Gewicht des Korbes sollte nicht schwerer sein als das, was auch benötigt wird. So erreichen Sie die Wurfentfernung und trotz Schnurspannung wird der Korb auf dem Grund des Gewässers liegen bleiben.

Ich benutze im See gerne Futterkörbe aus Plastik, wie den Browning Big Pit Feeder. Sie haben zwei Vorteile: Zum einen versinken sie nicht so schnell im Schlamm und zum zweiten lösen sie sich beim Einholen schneller vom Grund. Noch ein paar Worte zum Haken: Da es beim Feedern in der Regel auf größere Fische geht, sollten die Haken stabil sein. Scharfe, kurzschenkelige Modelle sind erste Wahl.

Technik und Taktik

Die Montage versuche ich immer so einfach wie möglich zu halten. Immer wieder werden in den Medien Montagen mit Seitenarmen, Verzwirbelungen oder Schlaufen vorgestellt. Eigentlich sind sie nicht notwendig. Im Gegenteil, oft führen sie zu unnötigen Verwickelungen oder im schlimmsten Fall zum Schnurbruch und das beim Drill eines kapitalen Fisches. Jeder Knoten wirkt sich negativ aus und ist ein zusätzlicher Schwachpunkt der Montage. Ich will es einfach haben und Sie vielleicht auch? Dann nimmt man am besten das Koschrig. Diese sehr leichte Durchlaufmontage gibt es fix und fertig an einer 10 Meter langen Schlagschnur zu kaufen. Einfach anknoten und los geht’s!

80 bis100 Zentimeter bevorzuge ich als Standardlänge für das Vorfach. Dagegen gibt es oft Vorbehalte bei Angelkollegen. Es wird die Meinung vertreten, dass der Haken zu weit vom Korb entfernt liegen könnte. Durch die Wucht und die Geschwindigkeit beim Absinken des Futterkorbs auf den Bodengrund, wird der viel leichtere Hakenköder in die Sinkbahn des Korbes gezogen und dadurch wird der Abstand des Köders zum Futterkorb selten übermäßig groß.

Da wir immer wieder denselben Punkt – mit geringen Abweichungen – anwerfen und sich außerdem schon in der Sinkphase Futter aus dem Korb löst, haben wir uns nach einigen Würfen einen Futterplatz aus zwei oder drei Quadratmetern Fläche geschaffen. Je nach Entfernung und Wurfgenauigkeit des Anglers, können es natürlich auch ein paar Quadratmeter mehr sein.

So können wir davon ausgehen, dass unser Köder auch am langen Vorfach immer im angefütterten Bereich zum Liegen kommt. So hat der Fisch etwas Raum, um mit dem Köder los zu schwimmen, bevor er auf Widerstand stößt. Beim ersten deutlichen Anzeichen eines Bisses an der Federspitze erfolgt der Anschlag. Sollte dieser einige Male ins Leere gehen, muss das Vorfach verlängert werden. Schlucken die Fische den Köder jedoch zu tief oder ist dieser angefressen, ohne dass eine deutliche Bissanzeige signalisiert wurde, wird das Vorfach verkürzt.

Nun möchte ich einmal die Ablage der Rute und die Sitzposition des Anglers ansprechen. Immer wieder sehe ich Angler am See sitzen, die ihre Feederruten so ablegen, dass die Spitze der Rute in Richtung Himmel zeigt. Dieses Handling ist am Fluss völlig in Ordnung, am See aber bitte nicht. Wind und Oberflächenströmung erschweren so unnötig die Bisserkennung. Zum Überfluss könnten sich größere Fische an der noch im Bereich des Futterplatzes nach oben verlaufenden Schnur stören.

Die feine Spitze der Feederrute gehört knapp über die Wasseroberfläche, und zwar am besten in einem Winkel von 45 bis 75 Grad zum Futterplatz. Früher war es üblich, sich seitlich zum Ufer zu setzen. Heute fischen viele Spezialisten nur mit einer Rute und legen diese schräg nach vorn im 45 Grad Winkel ab. Diese Variante hat auch einige Vorteile: Der Angler sieht sehr schön, was gerade aktuell am Futterplatz geschieht. Platziert man dann noch die Rute mit dem Griff auf den Oberschenkel, ist man jederzeit bereit zum Anschlag und hat weniger Probleme mit störendem Uferbewuchs.

Futter und Köder

Je nach Gewässer, Fischbestand und Jahreszeit füttere ich fünf bis zehn Körbe, bevor ich mit dem eigentlichen Angeln beginne. Dabei bringe ich fast nur pures Futter mit nur wenigen Hakenködern aus. Futter und Köder, die einmal im Wasser sind, können von uns nicht wieder herausgeholt werden. Nach der Anfangsfütterung ist es ratsam, die Montage jeweils nach fünf bis zehn Minuten wieder einzuholen und den Korb erneut gefüllt auf den Futterplatz zu werfen.

Ist nun der gewünschte Schwarm von Fischen eingetroffen, wird der Futterrhythmus durch die Anbisse bestimmt. Jetzt kommt der Moment, wo man verstärkt mit Ködern im Futter arbeiten muss. Je nach Gewässer, vorhandenen Fischarten und -größen müssen wir jetzt bei jedem Wurf Maden, Caster oder geschnittene Würmer mit in den Futterkorb geben. Ich gebe die Köder generell nicht bei Beginn des Angelns in das Futter, sondern erst später je nach Bedarf in den Korb. So kann ich jederzeit und sehr gut auf ein verändertes Verhalten der Fische reagieren. Idealerweise eigenen sich auch Hanf und Mais als Zugabe in den Korb. Besonders Hanf wird bei uns in Deutschland stark unterschätzt. Die kleinen Körner locken die Fische hervorragend an und halten sie lange am Platz. Oft wird Hanf als Rotaugenfutter abgetan, aber Brassen und Karpfen lieben ihn mindestens genauso.

Um mein Futter mache ich kein Geheimnis. Ich habe für verschiedene Einsatzgebiete drei fertige Futtersorten aus der Browning Dutch Danger Serie, die man einfach aus der Tüte nimmt und anfeuchtet. Mein Favorit für das Angeln im Sommer, wenn die Räuber gut fressen, ist das „Stillwater Surprise“. Die vielen darin befindlichen Partikel halten auch größere Fische länger am Platz.

Meine befischten Gewässer haben eines gemeinsam: Sie sind klar, haben einen dunklen Untergrund und die Fische sind auf Grund des Angeldrucks sehr scheu. Das „Black Monster“ ist für solche Gewässer wie geschaffen. Es duftet süß, hat aber ein nicht zu aufdringliches Aroma, eine dunkle Farbe und zu guter Letzt optisch sehr auffällige kleine Partikel, die das Futter zur Allroundwaffe machen, egal ob auf Rotaugen oder Brassen. Ebenfalls immer ein Versuch wert ist das „Spicy Thunder“. Mein Tipp, wenn es mal etwas schwierig wird. Auch dann bringt dieses Futter oft noch den einen oder anderen Fisch an die Angel. Ich benutze es sehr gern im Spätsommer und bis in den Winter hinein.

Nun hoffe ich, dass ich mit diesem Beitrag Ihnen eine Reihe von Tipps und Anregungen zum klassischen Feederangeln geben konnte. Und für Neulinge möglicherweise schon einmal eine erste Tür geöffnet zu haben.

Legen Sie gleich los – der beste Zeitpunkt zum Feederangeln ist immer jetzt.

Viel Spaß!

Thomas Rimpl

Ich trag Dich bei mir – Tackletaschen mit System

Die unterschiedlichsten Angelmethoden wie das Match-, Feeder- und Stippangeln bringen uns Anglern ungeheuren Spaß. Dazu können sie in vielen verschiedenen Varianten durchgeführt werden. Doch nun geht das Kuddelmuddel los: Wohin mit all den Ruten, den Ködern, dem Futter, den Kleinteilen, und, und…
Ja, wir Angler brauchen Accessoires: Sie müssen nicht rosa sein, nicht von Gucci oder Prada, aber uns fehlt ein letztes Teil im Puzzle, eine Auswahl an Taschen! Sie sind unsere ständigen Begleiter. Wertvolles Tackle kann in ihnen unbeschadet bis zum Zielgewässer transportiert werden und unser Zubehör wandert in ihre Nischen. Ich achte darauf, dass mein Equipment möglichst gut thematisch organisiert ist. Da ich die unterschiedlichsten Methoden fische, möchte ich auf eine gute Sortierung nie mehr verzichten.
Hier nun ein kleiner Überblick über unsere Browning Black Magic Taschenrange, die ich hier etwas näher beschreiben möchte:

Black Magic® S-Line Feeder-Tasche und S-Line Carryall

In diese beiden großvolumigen Taschen passen nach Belieben größere Anbauteile für Sitzkiepen oder weitere kleinere Zubehörtaschen sowie Spitzenfutterale und Sortimentsboxen rein. Beide Taschen verfügen über groß-dimensionierte Außentaschen, die viel Zubehör aufnehmen können.
In der „Feederbag“ wurden kleinere Innentaschen eingenäht, in denen zum Beispiel Angelpapiere ihren geeigneten Platz finden können. Der Deckel ist mit einer flachen Netztasche für weiteres, flaches Zubehör ausgestattet. Speziell im Carryall lassen sich in der Vordertasche Kescherköpfe oder auch kleine Beistelltische transportieren. Futtersiebe können zum Beispiel im Carryall-Hauptfach verstaut werden.
Diese vielseitigen Taschen sind Alleskönner und lassen sich auch gerne mit schwerem Gewicht befüllen. Beide Versionen sind mit gut gepolsterten Tragegurten (dadurch sehr angenehmer Tragekomfort!) und seitlichen Griffen ausgestattet. Bequem können so die Taschen aus dem Auto herausgezogen werden.

Black Magic® S-Line Kombitasche und Kühltasche
Der Fangerfolg steigt oder fällt oft mit der Frische der Köder! Damit Köder, aber auch Snacks und Getränke, frisch an den Angelplatz kommen, gibt es die Coolbag und die Combibag. Am Beispiel der Browning Standard Köderdosen 750 ml wird ersichtlich, wie viel ich in diese Taschen hineinstecken kann.
Die S-Line Combibag ist zweifach unterteilt. Das erste Fach ist vollständig mit Isolierfolie ausgekleidet und dient für die Aufbewahrung von Ködern oder Verpflegung. Sie ist geeignet für drei der Black Magic 750 ml Köderdosen. In dem zweiten, ungekühlten Fach finden andere Utensilien ihren Platz. Die Black-Magic-Lösung: Nimm Zwei und transportiere Eine!
Die Coolbag ist eine dick gepolsterte und ebenso mit Isolierfolie ausgestattete Kühltasche. Sie ist ideal für den Transport von Köderbehältern und hat Platz für sechs Stück der Black Magic 750 ml Köderdosen oder alternativ zwei Black Magic 3-Liter-Dosen.

Black Magic® S-Line Zubehörtasche

Ein kleines Multitalent ist die Accessory Bag, sie kann für Futterkörbe, Spulen, Kleinmaterial, Kunstköderdosen oder viele andere Dinge, die man am Wasser benötigt, verwendet werden. Meist werden mehrere dieser Zubehörtaschen mit System befüllt und in einer der großen Haupttaschen transportiert. Der Vorteil hierbei ist die Möglichkeit, die kleineren Taschen nach der jeweiligen Angelart zusammenzustellen und nur die jeweils benötigen mit ans Wasser zu nehmen, um so unnötiges Gewicht zu vermeiden. Die Accessory Bag ist praktisch und verfügt über ein cleveres Design und deckt die Bedürfnisse der meisten Angler ab.

Black Magic® S-Line Futtertaschen

Futterschalen kann ein ambitionierter Friedfischangler nie genug haben. Eine platzsparende Version sind die faltbaren Futterschalen. Ob als Futterdepot, um die Futterkörbe daraus zu befüllen oder auch zum Anrühren kleinerer Mengen Futter. Diese Falttaschen sind recht universell einsetzbar, leicht zu händeln und einfach zu waschen. Für unterschiedliche Futtermischungen am Besten gleich mehrere an Bord haben!

Bei der Black Magic S-Line Gepäckserie wurden 300D Polyester Materialen sowie hochwertige Reißverschlüsse und Befestigungsteile verwendet. Robustheit und eine Top-Qualität mit einem cleveren und praktischen Design zeichnen diese Serie aus.

Liebe Angelfreunde, ich denke, die Wahl ist gefallen – und deutlich günstiger als Gucci oder Prada!

Euer
Martin Siwon
Browning Deutschland

Robin Illner unterwegs auf Karpfen im Frühjahr

+++ Robin Illner unterwegs auf Karpfen im Frühjahr +++

Für diese Session haben sich Robin und Kumpel Daniel einen Baggersee mit jeder Menge überhängenden Bäumen ausgesucht – kein einfaches Angeln. Wie das Fischen auf Karpfen an einem solchen Gewässer funktioniert
und ob Robin dort mit dem neuen Rastafari Boilie den einen oder anderen Karpfen zum Biss überreden kann, sehr ihr in diesem Film.

 

Mehr Tragkraft und weniger Kraut am Knoten: So könnt Ihr die Black Cat Schnur spleißen

Spleißanleitung Baitfish Line – Front Zone Leader

Benötigte Materialien:

  • 1 x Black Cat Baitfish Line
  • 1 x Black Cat Front Zone Leader
  • Spleißnadel
  • Schere

Schritt 1

Es sollten ca. 30 cm beider Schnüre ineinander gespleißt werden. Zuerst fädelt man ca. 30 cm der Black Cat Baitfish Line auf die Spleißnadel und lässt weitere 40 cm davon überstehen.


Schritt 2

Mit der Spleißnadel geht man in die Black Cat Front Zone Leader Schlagschnur hinein, hakt eine Seite der Schnur ein und zieht die Front Zone Leader in die Baitfish Line hinein, bis die Nadel wieder austritt.

 Schritt 3

Mit der Spleißnadel 30 cm des Front Zone Leaders aufziehen, so dass die Spitze in der Nähe der Baitfish Line austritt.

Schritt 4

Jetzt wird die Baitfish Line in die Front Zone Leader gezogen und der „Schmelzpunkt“ beider Schnüre zusammengeschoben.

Schritt 5

Zum Schluss werden beide überstehenden Enden der Schnüre so abgeschnitten, dass diese in der jeweils anderen Schnur verschwinden.

Viel Spaß und viel Erfolg am Wasser,

Euer Kevin Weiss vom Team Black Cat

 

Schleppen auf Meerforelle mit Köderfisch

Probieren geht über Studieren. Es ist besser, etwas in der Praxis zu erproben, als es sich theoretisch abzuleiten. Diese Erfahrung konnte ich gerade beim Forellenschleppen mit dem Rhino Bait Holder System machen. Immer wieder gibt es das zeitlose Thema „Drilling oder Einzelhaken beim Fang von Forellen.“ Zahlreiche Versuche musste ich erst unternehmen, bis sich eine besonders erfolgreiche Montage herauskristallisierte.

Ich verwende eigentlich sehr gern Einzelhaken beim Fischen mit dem Bait Holder System. Dabei bin ich aber immer wieder auf Probleme mit der Befestigung des Hakens im Schwanzwurzelbereich gestoßen. Den Haken einfach frei baumeln zu lassen, scheiterte schon im Ansatz und brachte mir dazu noch eine hohe Zahl an Fehlbissen ein. Also ging ich auf Tuchfühlung mit dem Rhino Bait Holder System und stieß nach etlichen Versuchen auf folgende Methode und auf ein wünschenswertes Ergebnis:

Dazu benötigte ich hochwertige Drillinge und Einzelhaken, ein Fluorocarbon-Vorfach, Kugellagerwirbel, aus dem Karpfenbereich eine Boilienadel und Boiliestopper sowie aus dem Feederbereich Silicone Pellet Bands.

Zunächst wird dann das Bait Holder System auf herkömmliche Weise montiert, der Enddrilling durch einen Einzelhaken ersetzt und das Pellet Band auf den Haken gezogen. Danach wird das Gummi des Silicone Pellet Bands mit einer Boilienadel an der Schwanzwurzel durchgefädelt. Die nötige Fixierung auf der Gegenseite erfolgt durch einen Boiliestopper. Anschließend befestigt man den Köderfisch an das System und der Drilling kann auf die gewünschte Position gebracht werden. Nun muss das System mit der Krümmung nur noch der Schleppgeschwindigkeit angepasst werden und los geht‘s.

Um Drall zu vermeiden, schalte ich noch gerne einen Anti Kink vor, um damit zusätzlich noch eine gewisse Lockwirkung zu erzielen. Sollte es einmal unauffälliger sein, kann auch ein kleines Klemmblei am Karabiner zuverlässig den Drall an der Hauptschnur verhindern.

Für diese Montage muss man schon etwas Zeit investieren. Eine perfekte Position des Hakens ist aber nun einmal sehr wichtig und kann oft zwischen Erfolg und Misserfolg entscheiden. Wie heißt es so schön: „Ohne Fleiß kein Preis!“

In diesem Sinne wünsche ich Euch viel Spaß beim Ausprobieren, sonnige Grüße vom Teich.

Euer

Gunther Schülzle

 

Hier noch ein Film mit Sven Kallweit vom Rhino Trolling Team:

 

Warum Big Baits immer beliebter werden

Das gezielte Hechtangeln mit Gummiködern jenseits der 20cm ist in den letzten Jahren so revolutioniert worden wie noch nie zuvor. Woran das liegt und was alles dazugehört, erklärt Euch Moritz Schulz (Quantum Specialist) in den nächsten Zeilen.

Weshalb Big Baits?

Noch immer glauben viele Angler das man mit kleinen Ködern mehr Hechte fängt. Natürlich ist das immer abhängig von den aktuellen Bedingungen, Jahreszeiten, dem Gewässer und viel mehr. Nach jahrelangem Ausprobieren und Testen sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass ein Big Bait beim Hechtangeln über langen Zeitraum die gleiche Stückzahl und sogar um einiges mehr große Hechte bringt. Mittlerweile hat es sich eingebürgert, gezielt die kapitale Hechtdame zu jagen, denn irgendwie träumt doch jeder von uns von gigantischen Hechten.

Große Hechte müssen täglich eine bestimmt Masse an Energie aufnehmen. Je größer der Hecht, umso mehr muss er fressen. Um effektiv zu jagen, wird er versuchen, so wenig Energie wie möglich zu verbrennen. Darum wird die große Beute häufig bevorzugt – lieber einen großen als 5 kleine Fische verspeisen.

Wie den Köder präsentieren?

Genau wie bei allen andern Kunstködern muss auch bei den großen Ködern alles den Bedingungen angepasst werden. Oft ist gerade im Winter das langsame monotone Durchkurbeln so ziemlich das Effektivste, ab und an ein sachtes Zupfen mit der Rute und schon hat der Köder einen ruhigen, verführerischen Lauf. Im tiefen Wasser kann man langgezogene, langsame Sprünge über den Grund machen. Also einfach ausgedrückt: Faulenzen mit weiten Sprüngen in Zeitlupe. Eine geringe Bebleiung ist dabei hilfreich.

Im Sommer oder auch allgemein im warmen ist genau das Gegenteil der Fall. Im Flachwasser auf einem Meter tiefe können bis über 20g Gewichte montiert werden. Schnell und zackig soll jetzt die Führung aussehen. Ähnlich sieht das ganze im tiefen Wasser aus, meistens stehen nun die ganz großen Hechte im Freiwasser. Gezupft, gejerkt, geleiert oder zickig gejiggt – alles funktioniert. Probiert es aus und versucht herauszufinden, was an jedem einzelnen Tag am besten geht. Das Wichtigste darf nie vergessen werden: „der Köder muss immer über dem Fisch laufen“. vWarum? Ganz einfach! Der Hecht orientiert sich nach oben (durch Körperbau bedingt), also wird nur hier unser angebotenes Opfer bestens wahrgenommen.

Welche Ausrüstung?

Ohne Schnur und Vorfach geht gar nichts. Am besten sind Schnüre von mind. 9 kg. Achtet beim Kauf auf die Tragkraft und macht euch weniger Gedanken über den Durchmesser der Schnur – ganz genau kann kein Hersteller den Durchmesser angeben. Das liegt daran, dass Geflochtene bei den Messungen immer plattgedrückt wird. Hersteller vergleichen die geflochtene Schnur dann meist mit Mono und geben so den vermutlichen Durchmesser an. Deshalb variieren bei verschiedenen Schnüren mit gleicher Tragkraft die auf der Verpackung angegebenen Durchmesser oft.

Bei den Vorfächern nehme ich am liebsten Hardmono oder Fluorocarbon in der Stärke von mindestens 0,90mm. Es ist elastisch und hält vielen Hechten stand. Im Falle einer Beschädigung kann ich ein kleines Stück abschneiden und erneut meinen Karabiner mit einer Klemmhülse quetschen oder sogar knoten. Im Flachwasser bietet es sich an, mit einem Doppelhakensystem wie dem Yolo Shad System zu angeln. Diese Systeme können sogar komplett ohne Blei gefischt werden.

Wenn es dann im tiefen Wasser ab 5m klappen soll, greife ich doch lieber zum traditionellen Jigkopf mit Stinger.

Die Rute und Rolle sollte den Ansprüchen gewachsen sein, sodass im Falle eines wirklich guten Fisches noch Puffer vorhanden ist. Welche Rute und Rolle es genau sein soll, ist jedem selbst überlassen.

Probiert es aus und habt Erfolg.

Euer Mori vom Team Quantum

Die 3 ??? des Deadbaitangelns

Das Angeln mit totem Köderfisch kann extrem erfolgreich sein, gerade auf große Hechte und gerade im Winter. Timo Kleinekemper hat für Euch ein paar Tipps zusammengeestellt, um Euch den Einstieg zu erleichtern.

Welche Stelle?
In erster Linie steht für mich natürlich die Stellenwahl im Vordergrund. Wo präsentiere ich meine Köder. Ihr solltet euch ein wenig Zeit nehmen und das Gewässer mal genau unter die Lupe nehmen. Keine Angst vor großen Seen oder breiten Kanälen. Wenn ihr euch für ein Gewässer entschieden habt, schaut einfach mal bei Google Earth rein, hier kann man Einiges über euer Gewässer erfahren. Im besten Fall findet ihr eine Kante zum Flachwasserbereich, Vertiefungen oder Strömungskanten. Wenn die Möglichkeit besteht, mit dem Boot und einem Echolot das Gewässer zu befahren, nutzt dieses auch um zu schauen, wo der Weißfisch zur Zeit steht. Denn da wo der Weißfisch steht, treiben sich auch die Räuber rum. Bei einer Wassertemperatur unter 10 Grad ziehen sich die Hechte in die unteren Regionen zurück. Unser Zielfisch wird bei jedem fallenden Grad immer mehr vom Räuber zum Sammler. Die Erfahrung zeigte, dass die Hechte in dieser Jahreszeit Fressrouten haben und diese bei bestimmten Tageszeiten abschwimmen, um leichte Beute zu finden. Diese müsst ihr finden und ihr werdet dauerhaft erfolge erzielen.

Welche Köder?
Makrele, Hering und Co, oder doch lieber die gute alte Rotfeder? Welche Köder kann ich wo benutzen? Die Frage wird mir oft gestellt. Aus Erfahrung kann ich sagen, ich habe schon überall mit Meeresfisch gefangen! Soll aber nicht heißen, dass es dann auch der Köder Nummer 1 ist. In manchen Gewässern haben sich die Hechte auf die Weißfische eingeschossen und bevorzugen lieber diese. An einem neuen Gewässer würde ich auf jeden Fall die Ruten splitten und Weißfisch, sowie Meeresfisch anbieten. Ich habe immer eine breite Palette an Baits im Gepäck.
Man weiß nie, was einen am Wasser erwartet.

Wie den Köder präsentieren?
Im klaren und stehenden Gewässern mit einem hohen Angeldruck, empfehle ich eher eine unauffällige Köderpräsentation. Das heißt, wenn der Gewässergrund dieses zulässt (kein Schlamm oder Bodenalgen), ruhig den Köder platt auf Grund anbieten. Ein Hecht, der auch Interesse zeigt, merkt sofort, ob es ein lebender oder ein toter Köder ist, der auf dem Gewässergrund liegt. Es ist natürlicher für den Hecht, denn dieser muss den Köder nur noch aufnehmen. Wenn ihr euren Köder aufpoppen müsst, dann bitte ganz dezent und nur so hoch wie auch nötig und ohne große auffällige PopUp Kugeln.
Ganz anders sind Gewässer mit leichter Trübung und Strömung. Nutzt diese Strömung aus und haucht eurem toten Köderfisch ein wenig Bewegung ein, um den einen oder anderen Räuber neugierig zu machen. Hier dürft ihr gerne auch mal 50 bis 70 cm den Köder über Grund anbieten.
Die Position, in welcher ihr euren Köder anbietet, ist vom Gewässer und Laune der Räuber abhängig. Da müsst ihr ein wenig experimentieren. Schwebt der Köderfisch senkrecht oder waagerecht? Ist der Kopf oben oder unten? Dabei ist eurem Einfallsreichtum keine Grenze gesetzt. Oft ist es auch von der Laune der Hechte abhängig und ihr solltet da ein wenig flexibel sein. Ich rate immer dazu, alle paar Stunden die Stelle oder Kante, wo ihr eure Montagen abgelegt habt, um ein paar Meter zu versetzen. Nicht tiefer oder flacher, sondern einfach mal 5 bis 10 Meter nach links oder rechts.

Ich bin mir sicher, wenn ihr diese grundlegenden Tipps beachtet, werdet ihr schnell zu eurem Deadbaithecht kommen. Und hier könnt Ihr Euch ein wenig Appetit holen:

Video zum Deadbaitangeln

Viel Erfolg am Wasser wünscht euch Timo Kleinekemper